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Nachricht Eine Bereicherung fürs eigene Leben Das
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Eine Bereicherung fürs eigene Leben - Das Rote Kreuz bietet jungen Menschen die Möglichkeit, als „Bufdis“ im Rettungsdienst zu arbeiten. Aus dem Freiwilligendienst kann mitunter auch ein lebenslanger Beruf werden.

Landkreis Haßberge - Regelmäßig verstärken Bundesfreiwilligendienstleistende, kurz Bufdis, das Team des BRK-Kreisverbandes Haßberge. Sie kommen in den unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz - sowohl im Rettungsdienst, als auch in den sozialen Diensten. Die Bufdis im Rettungsdienst werden als Rettungsdiensthelfer ausgebildet und sind überwiegend im Krankentransport tätig. Mit entsprechender Fortbildung können sie auch zusammen mit einem Rettungsassistenten oder Notfallsanitäter als zweiter Mann auf dem Rettungswagen eingesetzt werden.

Der BRK-Kreisverband Haßberge bietet jungen Menschen damit die Möglichkeit, sich beispielsweise nach dem Abitur und vor dem Studium in einem sozialen Bereich zu engagieren und sich zu orientieren. „Die Bufdis haben zudem die Möglichkeit, sich bei uns kostenlos weiterzubilden und die Ausbildung als Rettungssanitäter zu absolvieren“, sagt Rettungsdienstleiter Christoph Grimmer. Mit dieser Ausbildung können sich die Absolventen dann auch für eine hauptberufliche Tätigkeit bei einer BRK-Rettungswache bewerben.

Noch sind beim BRK in den Haßbergen Plätze für Bufdis frei. Bewerberinnen und Bewerber haben die Möglichkeit, an einer der vier Rettungswachen (Haßfurt, Ebern, Eltmann und Hofheim) eingesetzt zu werden. Die nächste Möglichkeit, sich für diesen spannenden und verantwortungsvollen Dienst einzubringen, startet am 1. September 2017.

Junge Menschen, die sich für den Bundesfreiwilligendienst (BFD) interessieren, können sich nach Beendigung der Vollzeitschulpflicht bewerben. Ältere Bufdis haben die Chance, ihre reichhaltige Lebenserfahrung an andere weiterzugeben. „Für die persönliche Entwicklung kann der Bundesfreiwilligendienst sehr bereichernd sein“, weiß Grimmer. „Außerdem werden so oft die ersten Weichen für die berufliche Zukunft gelegt.“

So wie bei Julian Denninger aus Ermershausen. Direkt im Anschluss an sein Abitur im Jahr 2012 begann er seinen Bundesfreiwilligendienst beim BRK im Rettungsdienst an der Rettungswache in Ebern. „Der BFD überzeugte mich nicht nur durch die zahlreichen Fort- und Weiterbildungen, die man erhält, sondern vielmehr die Erfahrungen im Umgang mit Menschen.“ Zum einen sei da der wertvolle Umgang mit Patienten. „Was aber mindestens genau so wertvoll ist, ist die Kollegialität, die man zu seinen Arbeitskollegen aufbaut“, erinnert sich der 23-Jährige. Im Rettungsdienst sei diese Kollegialität besonders wichtig und werde im Kreisverband Haßberge sehr groß geschrieben. „Man kann sich immer auf den anderen verlassen.“

Die gesammelten Erfahrungen prägen eine junge Person stark, bilanziert Julian. „Das kann ich jetzt drei Jahre später bestätigen.“ Er blicke jederzeit positiv auf die Zeit als Bufdi zurück, könne diesen absolut empfehlen und habe dadurch sehr profitiert, hält er ein leidenschaftliches Plädoyer für den BFD. „Mir hat es so sehr gefallen, dass ich vor dem Studium noch die Ausbildung zum Rettungsassistenten absolviert habe. Des Weiteren engagiere ich mich weiterhin neben dem Studium ehrenamtlich beim BRK, da es sehr viel Spaß macht und die gewonnen Freundschaften so erhalten bleiben.“ Vor kurzem hat Julian Denninger ein Medizin-Studium in Mainz begonnen.

Auf eine abwechslungsreiche Zeit im Rettungsdienst blickt Sophia Haase aus Hofheim zurück. Auch sie hatte sich nach dem Abitur für den BFD entschieden, da sie nicht sofort studieren oder mit einer Ausbildung beginnen wollte. „Ich wollte für mich selbst erst herausfinden, welche berufliche Laufbahn ich einschlagen möchte“, sagt die 20-Jährige. Durch ihren Vater, der früher Zivildienstleistender im Rettungsdienst war, erfuhr sie, wie unterschiedlich und abwechslungsreich der Rettungsdienst-Alltag sein kann und beschloss deshalb, sich diese Arbeit genauer anzuschauen. „Hoch motiviert habe ich dann im August 2016 im Rettungsdienst an der Rettungswache Hofheim angefangen.“

Dabei hat Sophia nach eigenen Worten ein sehr spannendes Berufsfeld und viele neue, nette Leute kennen gelernt. „Was am Anfang für mich sehr ungewohnt war, war die Schichtarbeit.“ Arbeiten wenn Freunde und Familie frei haben, nachts oder am Wochenende, sei eine ziemliche Umstellung. Aber mit der Zeit hatte sie sich daran gewöhnt.

Bei ihrem Dienst hat die 20-Jährige viel Interessantes, aber auch Tragisches erlebt.
„Besonders schlimm sind für mich Einsätze, bei denen Kinder betroffen sind, oder wenn wir um das Leben eines Patienten kämpfen und die Angehörigen hilflos zusehen müssen, zum Beispiel bei einer Reanimation.“ Aber es gibt auch schöne Momente, berichtet Sophia. Beispielsweise, wenn ein Einsatz gut gelaufen ist, dem Patienten geholfen werden konnte und er bestens versorgt ins Krankenhaus gebracht wurde.

„Anderen jungen Menschen würde ich den Bundesfreiwilligendienst, vor allem beim Rettungsdienst, definitiv empfehlen“, will die 20-Jährige Interesse bei Gleichaltrigen wecken. „Man lernt neue Leute kennen und bekommt spannende Einblicke in ein Berufsfeld, das man so vorher vielleicht gar nicht richtig wahrgenommen hat.“ Und man lerne, über seine Grenzen hinaus zu gehen und Sachen zu machen, die man sonst wahrscheinlich nie machen würde. „Ich würde jederzeit wieder ein Jahr BFD beim Rettungsdienst machen.“

Das bestätigt auch Katrin Habermann. Die 19-Jährige aus Unterpreppach hat sich für den Bundesfreiwilligendienst entschieden, weil es ihr schon während der Schulzeit gefallen hat, als Praktikantin im Rettungswagen mitzufahren und sie praktische Erfahrungen, gerade mit Menschen, zwischen Abitur und Studium sammeln wollte.
„Gut finde ich, dass man an einem Grundlehrgang Rettungsdienst teilnimmt und somit eine Basisausbildung im Bereich Rettungsdienst hat. Außerdem hat mir das BRK die Möglichkeit geboten, meine Ausbildung zur Rettungssanitäterin während des BFD zu machen.“ Die Prüfung hat sie vor wenigen Tagen mit Erfolg bestanden.

Katrin, die ihren Dienst noch bis September an der Rettungswache in Ebern leistet, gefällt der Patientenkontakt, dabei lerne man viel über verschiedene Charaktere. „Beispielsweise finde ich es sehr interessant, Patienten mit einer Demenzerkrankung während eines Krankentransports zu begleiten, da es auch eine gewisse Herausforderung ist, ihnen das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln, da diese oft nicht verstehen, wo sie sich befinden und was gerade geschieht“, erzählt die 20-Jährige. Zudem sei es schön, wie man durch ganz einfache Dinge Freude bei den Patienten auslösen könne. „Letztendlich sammelt man im BFD enorm viele Erfahrungen, egal ob im medizinischen oder zwischenmenschlichen Bereich, die in jedem Beruf und auch im Privatleben sehr hilfreich sind.“

Nicht nur medizinisches Wissen hat Sara Klopf in ihrem Freiwilligendienst beim BRK gelernt, sondern auch einiges über sich selbst. „Beispielsweise wie ich in Stresssituationen reagiere bzw. auch mit Belastungen aus Einsätzen umgehe.“ Des Weiteren habe die 20-Jährige aus Zell am Ebersberg ihre soziale Kompetenz gestärkt und verbessert.

Vor ihrem BFD ist Sara als Praktikantin auf dem Rettungswagen mitgefahren. Dabei hat sie kennen gelernt, dass ihr diese Tätigkeit viel Spaß macht, dass diese anspruchsvoll ist und dass sie täglich mit Neuem konfrontiert wird. Bedenken hatte sie vor ihrer ersten Reanimation, weil sie sich nicht vorstellen konnte, bei einem Menschen die Herzdruckmassage durchzuführen. „Das kannte ich bis dahin ja nur von der Übungspuppe.“ Umso mehr freut sich Sara, wenn sie zusammen mit ihren Kollegen von der Rettungswache Haßfurt Notfallpatienten helfen und sie stabilisiert ins Krankenhaus transportieren kann. „Dann weiß man, dass man seine Arbeit sehr gut gemacht hat.“

Rettungsdienstleiter Christoph Grimmer freut sich, von den jungen Frauen und Männern zu hören, dass ihnen die Arbeit im Rettungsdienst beim BRK-Kreisverband Haßberge Freude macht und sie neue Kompetenzen erlernt haben. „Es ist schön, solche positiven Rückmeldungen zu bekommen“, sagt der 42-Jährige, der Mitte der 1990er-Jahre selbst Zivildienstleistender war und seinen Dienst im Krankenhaus Hofheim geleistet hat. Dadurch ist bei ihm in medizinischer Hinsicht der Grundstein für seine spätere Berufsausbildung als Rettungsassistent gelegt worden.

Wer Lust hat als Bufdi beim BRK-Rettungsdienst zu arbeiten, sollte sich baldmöglichst bei Christoph Grimmer beim BRK-Kreisverband Haßberge in Haßfurt melden. Er ist unter Telefon 09521/9550-21 oder E-Mail: Grimmer@kvhassberge.brk.de zu erreichen. Kontakte sind ebenso via Facebook unter www.facebook.com/BRKRettungsdienstHassberge möglich.

Auch für den Patientenfahrdienst sucht das BRK noch Bundesfreiwillige. Der Fahrdienst bringt behinderte oder körperlich eingeschränkte Menschen, die nicht der medizinischen Obhut des Rettungsdienstes bedürfen, beispielsweise zu Arztbesuchen oder in Kliniken. Ansprechpartner ist hier Christian Tyralla, Leiter Soziale Dienste, unter Tel. 09521/9550-253 oder E-Mail: Tyralla@kvhassberge.brk.de

Übrigens: Neben den Bufdis engagieren sich oft auch Praktikanten beim BRK-Kreisverband Haßberge. Im Rahmen eines Praktikums haben junge Menschen die Chance, ihren späteren Traumberuf auf Herz und Nieren zu prüfen.


Michael Will
Rettungssanitäter, Rettungswache Ebern
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Bayerisches Rotes Kreuz
Kreisverband Haßberge

Im Frauengrund 12
96106 Ebern

Tel: 09531 / 250 od. 0172 / 86 37 011
Fax: 09531 / 941 503
e-Mail: will@kvhassberge.brk.de
Internet: http://www.kvhassberge.brk.de

Foto: Michael Will / BRK
Bei so viel charmanter Betreuung steigt bei Daniel Genslein der Blutdruck. Für das Symbolfoto hat sich der Rettungsdiensthelfer, der sich ehrenamtlich beim BRK im Rettungsdienst engagiert, selbst einmal auf die Trage im Rettungswagen gelegt. Die „Bufdis“ (von links) Sara Klopf, Sophia Haase und Katrin Habermann blicken voller Freude auf ihre Zeit im Freiwilligendienst beim BRK-Rettungsdienst und wollen anderen jungen Menschen diese bereichernde Tätigkeit ans Herz legen. Bei ihrer Arbeit im Rettungsdienst, versichern die drei jungen Frauen übereinstimmend, haben sie genauso viel Spaß wie bei dem Fototermin.

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