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Nachricht Gerichtsverhandlung nach Ladendiebstahl
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Gerichtsverhandlung nach Ladendiebstahl – Tatverdächtiger springt Kopf voraus in Fensterscheibe

SCHWEINFURT. Am Dienstag ist ein Bewohner einer Schweinfurter Asylbewerberunterkunft im beschleunigten Verfahren wegen Ladendiebstahls zu einer viermonatigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Dem 21-Jährigen steht aller Voraussicht nach noch eine weitere Hauptverhandlung bevor. Im Gerichtssaal sprang er Kopf voraus in eine Fensterscheibe, sodass diese zu Bruch ging.

Ein zunächst Unbekannter hatte am vergangenen Samstag aus einem Kaufhaus am Jägersbrunnen Waren im Wert von etwa 80 Euro entwendet. Im Zuge der Ermittlungen kristallisierte sich schnell ein 21-jähriger Bewohner einer Schweinfurter Asylbewerberunterkunft heraus. Nachdem der Tatverdächtige identifiziert wurde, erfolgte am Montagabend die vorläufige Festnahme.

Der Mann aus Algerien, der bereits in der Vergangenheit wegen unterschiedlicher Delikte in Erscheinung getreten war, wurde am Dienstag durch Beamte der Schweinfurter Polizei zur Hauptverhandlung ins Gerichtsgebäude in der Rüfferstraße gebracht. Im Vorraum des Gerichtssaales sprang der Tatverdächtige, der mit Handschellen gefesselt war, plötzlich und unerwartet auf. Er stieg auf eine Bank und sprang von dort aus ohne zu Zögern mit dem Kopf voraus in eine geschlossene Fensterscheibe. Obwohl diese sofort zu Bruch ging, blieb der 21-Jährige wie durch ein Wunder unverletzt und die Hauptverhandlung konnte wie geplant stattfinden.

Das Gericht verurteilte den Angeklagten in der Folge wegen Ladendiebstahls nur drei Tage nach der Tat zu einer Freiheitsstrafe von vier Monaten. Er wurde zwischenzeitlich in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Aufgrund des waghalsigen „Fenstersprungs“ läuft gegen den Mann nun allerdings bereits das nächste Ermittlungsverfahren. Die Sachbeschädigung ist in das vorliegende Urteil nämlich noch nicht mit eingeflossen.


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