Musikanten

Musikanten Köhlertaler Musikanten

Köhlertaler Musikanten

Bereits im Jahre 1926 wurde die erste „Breitbrunner Blasmusik“ von zehn Männern gegründet. Die Leitung hatte der Militär- und Ulanenmusikmeister Ferdinand Stolz aus Stettfeld bis Anfang der 30er Jahre. Dann führte der Breitbrunner Anton Frank ein paar Jahre den Taktstock bei der Marschmusik. In der Nachkriegszeit kam der „Swing“ und der Rock’ n‘ Roll in die Tanzmusik, und die Jugend zog es in die umliegenden Städte, wo so etwas geboten wurde.

Auf Grund dessen spielten die Breitbrunner fast nur noch zu Wallfahrten und Kirchenparaden. Willibald Reich und Franz Zettelmeier war es zu verdanken, dass vorübergehend überhaupt noch eine Blaskapelle für den „Notfall“ bestand.

Im Dezember 1970 machte der Idealist Franz Zettelmeier mit der Initiative zum Aufbau einer neuen Blaskapelle ernst. Mittels Flugblattwerbung von Haus zu Haus wurde ein neuer Musikerstamm rekrutiert. Für Ausbildung und Dirigentenamt wurde Franz Just aus Eltmann verpflichtet, der 1971 auch gleich als 1. Vorstand fungierte. Im April 1971 war bereits der erste öffentliche Auftritt der Jugendblaskapelle mit 42 Aktiven. Und das offizielle Gründungsfest des „Musikvereins Breitbrunn“ wurde am 11. und 12. September 1971 im Saal Kaufmann mit der Patenkapelle Kirchlauter und der Nachbar-Kapelle Neubrunn gefeiert.

Zur Entlastung des Dirigenten übernahm 1972 Ludwig Ritzer den Vorstandsposten. Mit zwölf Gastkapellen richtete der Verein bereits den „Tag der Blasmusik“ des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB) aus. Neben etlichen Auftritten wurden jährlich mehr als 20 Jubiläumsständchen gespielt. Für 52 aktive Musiker wurde die erste Uniform angeschafft. Zu den etablierten Veranstaltungen, wie an Fasching, kam erstmals 1974 das Waldfest im Steinbruch an Christi Himmelfahrt dazu. 1975 übernahm der Vizepräsident des NBMB, Franz Kohlinger aus Schonungen, als Dirigent die Jugendblaskapelle.

1976 wurde Wernfred Brünner 1. Vorsitzender, der das Kreismusikfest des NBMB und gleichzeitig das 50. Jubiläum Blasmusik in Breibrunn ausrichtete. 800 Musiker spielten beim Gemeinschaftschor auf. Erstmals konnte eine Lautsprecheranlage angeschafft werden.

In den Folgejahren wechselten mehrfach die Dirigenten der Jugendblaskapelle: Wernfred Brünner (Breitbrunn), Erich Rippstein aus Ziegelanger, Wolfgang Friedrich aus Reckendorf, Friedrich Heusinger aus Mechenried.

Es folgten Auftritte im Zillertal und in Kröv an der Mosel. 1979 wurde die fränkische Tracht mit blauer Jacke und Dreispitz-Hut in schwarz ergänzt. 1983 gab es eine einwöchige Konzertvorbereitung in Stockheim im Frankenwald. Die Jugendblaskapelle wurde umbenannt in „Köhlertaler Musikanten Breitbrunn“. Da sich der Talgrund südwestlich vor Breitbrunn „Köhlersgrund“ nennt leitete man davon „Köhlertaler“ ab. Die Musikkapelle nennt sich seither „Köhlertaler Musikanten“.

Zu Ostern 1986 lebte ein altes Brauchtum wieder auf: die Köhlertaler Bauernbühne spielte ein lustiges Theaterstück in drei Akten, „Das Herz in der Lederhose“. Gerhard Funk aus Knetzgau wurde neuer musikalischer Leiter und 1987 klettere der Mitgliederstand erstmals über die 200er-Marke. Veränderungen im Blasmusikstil und die Unterhaltungserwartung erforderten die Anschaffung von neuen Instrumenten wie Saxophone, elektrische Drums und Gitarren. Der erste Weihnachtsmarkt in Breitbrunn wurde 1989 vom Musikverein veranstaltet.

Nach 13 Jahren gab Wernfred Brünner 1990 den Vorsitz an Werner Weber ab und wurde ein Jahr später zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Hohe Investitionen in Instrumente und in eine neue Beschallungsanlage erforderten 1992 aus Transportgründen die Anschaffung eines großen Pkw-Anhängers. Als 1993 das Gemeindezentrum in Breitbrunn fertig gestellt wurde, konnte man vom bisherigen Probenraum im Saal der Gastwirtschaft Weißer Bock dorthin umziehen. 1994 hatten sich die Veranstaltungen Frühlingsfest, Ostertheater, Weihnachtsmarkt etabliert, und ein Jahr später durfte man schon wieder zum 25-jährigen Jubiläum des Musikvereins das Kreismusikfest des NBMB ausrichten. Die Theatergruppe konnte ihr 10-jähriges Bestehen feiern.

1997 erfolgte der Bau der dringend benötigten Lagerhalle am Ortsrand. 1998 beendete nach zwölf Jahren Gerhard Funk seine Tätigkeit als Musikleiter. Darauf folgte Fritz Fischer als Dirigent.

Von 1999 bis 2002 übernahm Ehrenvorstand Wernfred Brünner nochmals den 1. Vorsitz. Unvergessen sind die Herbstkonzerte 2000 und 2001 mit dem Gesangverein Breitenbrunn im Erzgebirge und dem Gesangverein Sängerlust sowie dem Doppelsextett Eltmann.

2002 übernahm Günther Hofmann den 1. Vorsitz von Wernfred Brünner, der nur ein Jahr später im Alter von nur 52 Jahren verstarb.

Der weithin beliebte Weihnachtsmarkt fand 2003 zum 15. Mal statt. Im Jahr 2004 lud der Musikverein zur ersten Halloween-Tanzparty ins Gemeindezentrum ein. 2005 wurde das 35-jährige Bestehen des Vereins und das 20-jährige Jubiläum der Köhlertaler Bauernbühne gefeiert. Die Musikerinnen sind erstmals im Trachtenkleid zu sehen.

2006 fand der 18. und letzte Weihnachtsmarkt statt. Die Tradition des Sommerfestes mit Blasmusik lebt 2008, am Kirchplatz wieder auf. Eine neue, kleinere Beschallungsanlage wurde angeschafft.
Der Umzug des Probenraumes vom Gemeindezentrum in die alte Schule wurde 2009 vollzogen. 2010 wurden die Musiker mit der neuen Lederhosen-Tracht ausgestattet. So feierten sie 40 Jahre Musikverein und 25 Jahre Köhlertaler Bauernbühne.

2013 fand nach 10 Jahren die letzte Halloween-Tanzparty statt. Nach 17 erfolgreichen Jahren beendet 2015 Fritz Fischer seine Tätigkeit als Dirigent. 2016 übernimmt Werner Weber die musikalische Leitung der Köhlertaler Musikanten.